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Hotline für Senioren

16. Januar 2018

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Seniorenhotline gegen die Einsamkeit

 

Die Weihnachtszeit ist Zeit der Freude und Familie. Groß und Klein freuen sich auf Geschenke und eine schöne Zeit mit der ganzen Familie. Doch nicht für alle ist die Weihnachtszeit eine fröhliche Begebenheit. Immer mehr Senioren bleiben an Weihnachten allein und treffen das Fest ist Einsamkeit an.

 

Vereinsamung und Isolation im Alter

 

Soziale Anbindungen und Kontakte beeinflussen das Leben eines Menschen maßgeblich und verändern sich im Laufe der persönlichen Entwicklung. Dabei sind nicht nur freundschaftliche Beziehungen, sondern auch Partnerschaften, Eltern-Kinder-Beziehungen und andere familiäre Kontakte gemeint. Soziale Isolation kann unterschiedliche Gründe haben. Einige Menschen ziehen sich wegen des Verlustes ihrer Beziehungen zurück, z. B. wenn der langjährige Ehepartner aus dem Leben scheidet. Aber auch die soziale Isolation nach Eintritt der Pensionierung trifft viele hart.

Die Folgen der sozialen Isolation und Einsamkeit können die unterschiedlichsten Konsequenzen haben. Es werden vermehrt Depressionen und Suizidversuche festgestellt, aber auch körperliche Probleme wie Übergewicht oder andere chronische Leiden können mit einer zurückgezogenen Lebensweise in Zusammenhang gebracht werden.

 

Was Senioren aus der sozialen Isolation hilft

 

Die meisten Menschen, die sich in einer eingeschränkten sozialen Interaktion befinden und darunter leiden, benötigen eine Anbindung an die Gesellschaft und adäquate Angebote, die diese gewährleisten können. Dabei handelt es sich weniger um „Integrationskurse für Menschen ab 60“, sondern vielmehr um menschliche und individuelle Hilfeleistungen.

Eine Londoner Initiative „Silver Lane“ hat Senioren zur Weihnachtszeit die Möglichkeit zur Verfügung gestellt, ehrenamtliche Mitarbeiter telefonisch zu kontaktieren und sich ihnen anzuvertrauen. Die Initiative hat viel Zustimmung erhalten und inspirierte auch einige Menschen in Deutschland, das „Silbernetz“ zu gründen.

Aber natürlich fühlen sich sozial isolierte Menschen nicht nur zur Weihnachtszeit einsam, daher gibt es darüber hinaus auch die Möglichkeit, zu jeder anderen Zeit zum Hörer zu greifen.

 

Unter der Nummer

Hotline für Senioren

0800 4 70 80 90

 

erreichen Senioren 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche und 365 Tage im Jahr eine Hilfestelle, die ihnen zuhört und sich an ihren Problemen beteiligt. Darüber hinaus steht der sogenannte „Freundschaftsdienst“ zur Verfügung, der Einsame und Isolierte für eine Stunde anruft und sich als offener Gesprächspartner anbietet.

Nach Wunsch kann man sich auch eine*n Silbernetzfreund*in vermitteln lassen, zu der/dem man regelmäßigen Kontakt aufbaut.

 

Erste Erfolge – Hotline für Senioren

 

 

Schon zu Beginn zeigt der Einsatz des Silbernetzwerks erste Erfolge. Im Rahmen der Initiative #GEiA! „Gegen Einsamkeit im Alter!“ wurde die Nummer probeweise in Berlin gestartet. Im Zeitraum von acht Tagen zwischen Heiligabend wurde die Hilfenummer rund 360 Mal gewählt, 240 Telefonate haben sich insgesamt daraus ergeben. Vorwiegend haben eher Frauen als Männer angerufen und die Gespräche waren emotional unterschiedlich gefärbt.

 

Das Projekt braucht mehr Unterstützung

 

Trotz des umfassenden Angebots, welches das „Silbernetz“-Projekt bietet, leben einige Menschen in sozialer Isolation. Das liegt weitgehend daran, dass sie nicht genügend von diesen Initiativen mitbekommen. Nur wenige Senioren können selbstständig im Internet agieren und auch sonst bekommen sie wenig von der Werbung mit, wenn sie sich lieber in ihrer Wohnung zurückziehen.

Davon abgesehen wird in der Öffentlichkeit nicht viel über Einsamkeit und soziale Isolation im Alter berichtet. Als Tabuthema kann es keine bedeutende Relevanz entwickeln und schottet somit auch die Hilfsorganisationen von der Öffentlichkeit ab. Auch dadurch, dass soziale Isolation im Alter noch keinen Platz in der Tagespolitik finden konnte, wird sie nicht oft thematisiert und bleibt hinter den Kulissen.

Daher wurde eine Petition gestartet, die sich um Spenden bemüht, um das Projekt großräumig betreiben zu können. Schon 28 000 Unterschriften wurden gesammelt und die Forderungen treffen auf eine allgemeine Zustimmung.

Wenn man die Initiative unterstützen möchte, kann man das auf unterschiedliche Weisen tun. Zum einen kann man dem Projekt eine Spende zukommen lassen oder sich als ehrenamtlicher Silbernetzfreund*in bewerben.

Das Problem der sozialen Isolation ist wichtig und verschärft sich eher im Laufe der Zeit. Zugleich ist es aber nicht unlösbar und kann behoben werden, wenn das Thema mehr Aufmerksamkeit bekommt. Denn damit hängen nicht nur Emotionen zusammen, sondern auch Krankheiten und andere relevante soziale Bereiche, die mit Einsamkeit und Isolation nicht zwangsläufig in Verbindung gebracht werden.